Jahreshauptversammlung 2020

Die Jahreshauptversammlung 2020 fand aufgrund der Corona-Pandemie mit deutlicher Verspätung statt. Am Samstag, 23. Oktober 2021, waren die Vereinsmitglieder zur Mitgliederversammlung ins Ursberger Klosterbräuhaus geladen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Alois Held verlas Schriftführer Günther Meindl das Protokoll der 1. Vorstandssitzung vom 15. Januar 2021, die online durchgeführt worden war.

TOP 1: Bericht des 1. Vorsitzenden

Es folgte der Bericht des Vorsitzenden. Alois Held gab zu verstehen, dass bis zum August 2020 die eingegangenen Spendengelder, an Schwester Emma überwiesen worden seien, die sie dann für Bautätigkeiten in Salima verwendet habe. Bis dahin habe das Pfarrbüro Thannhausen die vom Stadtpfarrer unterschriebenen Spendenbescheinigungen ausgestellt, diese Vorgehensweise sei aber künftig nicht mehr möglich gewesen.

So wurde am 16. Oktober 2020 ein Verein gegründet. Am 7. Dezember 2020 sei dieser vom Amtsgericht Memmingen anerkannt worden.

Seither werden Spenden nicht mehr an die Schulleiterin Sister Emma, sondern fortan nur noch ans Kloster der Schwestern von Maryview mit Sitz in Limbe überwiesen. Bis zur Bestätigung durch das Amtsgericht konnten keine Spendengelder angewiesen werden.

Zudem habe die Vorstandschaft beschlossen, keine größeren Geldbeträge mehr zu überweisen, solange die Unterschrift des Erzbischofs von Lilongwe zur Gründung einer Zweigstelle der SBVM-Schwestern in Salima nicht vorliege, auf die man seit langem wartete. Inzwischen sei dieser Bischof leider verstorben.

TOP 2: Bericht der 2. Vorsitzenden

Weitere Ausführungen zum Stand der Dinge und zur neuesten Entwicklung kamen sodann von der 2. Vorsitzenden Maria Krois, die regelmäßig mit Sister Emma und Oberin Edina korrespondiert.

Demnach seien 33 Schwestern des Konvents positiv auf Corona getestet worden und im vergangenen August drei von ihnen verstorben.

Die Oberin kenne den neuen Bischof, der aus Zomba komme, aber in sein Amt in Lilongwe noch nicht eingeführt sei. So fehle auch noch die Vertragsunterschrift.

Die nächsten Schritte in Salima seien Obstbaumpflanzungen. Auch habe man noch etwas Land dazugekauft.

Entstehen sollen ein behindertengerechtes Internat (wohl mit mehreren Häusern) für Kinder mit Behinderung, sowie ein Haus für Schwestern. Mit dem Bau werde vermutlich nach der Regenzeit begonnen.

In Chisombezi gehe es darum, Betten, Matratzen, Decken und Weiteres mehr für 26 Waisenkinder zu besorgen.

Die Oberin sei für Salima und Chizombesi zuständig. Ihr unterstünden rund 180 Schwestern. Unsere Ansprechpartnerin Sister Emma sei gleichfalls für beide Orte zuständig.

Ein Mitglied schlug vor, sich bei den Spenden mit anderen Hilfsorganisationen abzustimmen.

Maria Krois gab gleichfalls zu verstehen, dass mit Ausnahme des Verwaltungsgebäudes in Salima alles über die Spendengelder des Vereins finanziert wurde. Die Primary School würden circa 880 Schüler besuchen. Hinzu kämen rund 40 Kinder mit Lernbehinderung. Die Grundstücke würden der Gemeinde gehören, die Schulgebäude der Diözese. Allerdings sei diesbezüglich noch nicht alles exakt verhandelt. Die Regierung sorge für die Besoldung der Lehrer, wobei immer ein Lehrer pro Klasse bezahlt werde. Sollten mehr Lehrer eingesetzt werden, könne dies nur über Spenden finanziert werden. Diesbezüglich bestünden auch Kontakte zu anderen Organisationen.

TOP 3: Kassenbericht und Entlastung der Vorstandschaft

Schatzmeister Christian Kreuzer legte die Zahlen der Kasse für 2020 vor. Es gingen zahlreiche Spenden ein, Ausgaben gab es für 2020 jedoch keine, da nach der Vereinsgründung erstmal die genauen Spendenziele definiert werden sollten. Mitgliedsbeiträge habe man erst für 2021 eingezogen.

Die genauen Zahlen für 2021 würden dann bei der nächsten Mitgliederversammlung vorgelegt werden.

Ein Mitglied äußerte den Wunsch, immer gerne zu wissen, wieviel Geld für welche Maßnahmen ausgegeben werde. Es müsse da einen Plan geben. Man solle – auch angesichts der Inflation – stets nur soviel ausgeben, wie gerade gebraucht werde. Wünschenswert seien auch Spendenquittungen sowie an den Verein herangetragene Kostenschätzungen.

Sodann gaben die Kassenprüfer zu verstehen, dass die Kasse für 2020 von ihm geprüft worden sei, wobei sich keine Mängel ergeben hätten. Daher konnten die Vorstandschaft und der Schatzmeister einstimmig entlastet werden.

TOP 4: Wünsche und Anträge

Dabei wurde festgelegt, dass die nächste Mitgliederversammlung für das Jahr 2021 bereits im Frühjahr 2022 erfolgen solle.

Eine Auflistung der 2021 getätigten Ausgaben werde er dann bei der nächsten Versammlung vorliegen.

Eine Internetseite wurde Anfang 2021 erstellt.

Nach einer Stunden und zehn Minuten konnte die Mitgliederversammlung gegen 18.15 Uhr beendet werden.